Soziologie als Grundlage des Wirklichkeitsverständnisses
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Die Geisteswissenschaften des 19. Jahrhunderts und nach ihnen die Soziologie haben mit Nachdruck die Universalität der Religion in menschlichen Gesellschaften betont. In merkwürdigem Widerspruch zu dieser Aussage behauptet die Soziologie, in der modernen Gesellschaft sei die Religion als öffentlich gültige …
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Die Geisteswissenschaften des 19. Jahrhunderts und nach ihnen die Soziologie haben mit Nachdruck die Universalität der Religion in menschlichen Gesellschaften betont. In merkwürdigem Widerspruch zu dieser Aussage behauptet die Soziologie, in der modernen Gesellschaft sei die Religion als öffentlich gültige Auslegung des Selbst-und Weltverständnisses verdrängt worden von säkularen, zweckrationalen, vor allem wissenschaftlichen Deutungen. (...) Aus dem Widerspruch dieser beiden Aussagen der Soziologie ergibt sich die These dieser Arbeit: Die moderne Gesellschaft ist nicht die große Ausnahme von der sonst geltenden Universalität der Religion. Vielmehr sind es die Begriffe, Erklärungen und Deutungen der Sozialwissenschaften, besonders ihrer "Grundwissenschaft" Soziologie, die zunehmend anstelle der Religion als Grundbestand des modernen Wirklichkeitsverständnisses Bedeutung gewinnen.
Margaret's verdict
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