Das Symbol Kafka
por Jürg Amann
Dieses Buch des Ingeborg-Bachmann-Preisträgers 1982, Jürg Amann, untersucht das Franz Kafka bestimmende Verhältnis von Schreiben und Leben, von schriftstellerischer Selbstfindung und Bewältigung der täglichen Wirklichkeit. „Das Dasein des Schriftstellers“, schreibt Kafka, „ist wirklich vom Schreibtisch abhängig, er darf sich eigentlich, …
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Dieses Buch des Ingeborg-Bachmann-Preisträgers 1982, Jürg Amann, untersucht das Franz Kafka bestimmende Verhältnis von Schreiben und Leben, von schriftstellerischer Selbstfindung und Bewältigung der täglichen Wirklichkeit. „Das Dasein des Schriftstellers“, schreibt Kafka, „ist wirklich vom Schreibtisch abhängig, er darf sich eigentlich, wenn er dem Irrsinn entgehen will, niemals vom Schreibtisch entfernen, mit den Zähnen muß er sich festhalten.“ Ziel der Studie Amanns ist die Darstellung einer Lebensform, einer „Art der Teilnahme am Leben“, die *Schreiben* heißt. Kafkas Leben ist Schreiben — und damit lebenslanges Scheitern am Leben, ist radikale Entäußerung des Inneren und zugleich dauerndes Sterben, ist der Sieg des Genialischen — trotz der Niederlagen und Schmerzen, die es standig erfahren muß. Dieses Buch ist kein trockener Essay, kein fachwissenschaftlicher Versuch, sondern – und das macht seinen Wert aus – die Auseinandersetzung eines betroffenen Schriftstellers mit einem unerbittlichen, konsequenten Künstler. Mit Bildern aus Kafkas Leben, einer Zeittafel und einer übersichtlichen Bibliographie ist es zugleich auch eine Einführung in das Werk Franz Kafkas.
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