B. Traven und Max Stirner
Die Untersuchung von Angelika Machinek nähert sich einem der großen deutschsprachigen Autoren der Weltliteratur auf bisher unbeschrittenen Wegen. B. Traven, mit dem Räte-Revolutionär Ret Marut identisch, erlebte seine politische Sozialisation in den Kreisen der literarisch-journalistischen Boheme der Metropole München. Von …
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Die Untersuchung von Angelika Machinek nähert sich einem der großen deutschsprachigen Autoren der Weltliteratur auf bisher unbeschrittenen Wegen. B. Traven, mit dem Räte-Revolutionär Ret Marut identisch, erlebte seine politische Sozialisation in den Kreisen der literarisch-journalistischen Boheme der Metropole München. Von hier aus zieht die Autorin in einer kulturhistorischen, ideengeschichtlichen und literatursoziologischen Untersuchung die Verbindungslinie zu den Kreisen der Junghegelianer des deutschen Vormärz. Die der revolutionären Aufbruchsstimmung und den intellektuellen Zirkeln der Zeit vor der 48er Revolution entspringenden Ideen werden von der politischen Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts wieder aufgenommen. Besonders die Philosophie Max Stirners bietet der anarchistisch orientierten und politisch engagierten literarischen Subkultur tragfähige Strategien individueller und kollektiver Befreiung. Die Arbeit zeigt, daß sich das gesamte Werk Marut/Travens erst auf dem Hintergrund der Stirnerschen Philosophie der Interpretation vollends erschließt. Sie zeigt auch, dass Traven, seiner Abdrängung ins „Abenteuer-Fach“ zum Trotz, entschlossen eine aufklärerische und emanzipatorische Intention verfolgt.
Margaret's verdict
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