Rede der Juden
So unwahrscheinlich es klingen mag: Ein zweiundzwanzigjähriger Student schrieb _diese_ Rede „die gewaltige Kontroverspredigt“, wie Walther Rathenau sie genannt hat. Ein zweiundzwanzigjähriger Student hat damit den Kampf aufgenommen gegen das ungeheuerliche geschichtliche Mißverhältnis und das zweitausendjährige Unrecht gegen die Juden …
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So unwahrscheinlich es klingen mag: Ein zweiundzwanzigjähriger Student schrieb _diese_ Rede „die gewaltige Kontroverspredigt“, wie Walther Rathenau sie genannt hat. Ein zweiundzwanzigjähriger Student hat damit den Kampf aufgenommen gegen das ungeheuerliche geschichtliche Mißverhältnis und das zweitausendjährige Unrecht gegen die Juden –, und zwar zu eine Zeit, da kirchliche Fanatiker das unbeschränkte Anrecht auf Christus behaupteten, nachdem sie ihn zum Gott ernannt hatten. Dieser Student erkannte in voller Klarheit und Sicherheit das, wozu sich nunmehr die ernstesten Geister durchzuringen suchen: daß die Hauptsache des Christentums – der Lehre Christi – gar nicht „Religion“ ist, sondern wesentlich anderes: _das Wesentliche_ nämlich, womit menschliche Kultur überhaupt steht und fällt … Radikaler kann nicht gedacht werden –: „die Gedanken über das Leben müssen so radikal sein wie das Leben selbst.“ Aber es kann auch nicht versöhnlicher aufgerufen werden zum Frieden zwischen Juden und Christen und zum gemeinsamen Streben: zur Neuorientierung und zum Neubeginn mit dem _wahren_ Christentum, das im Kern und Wesen _Judentum_ ist: _geistig-prophetisches Judentum, das seine Krone und Vollendung in Jesus von Nazareth gefunden hat_.
Margaret's verdict
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